Sonntag, 30. November 2014

Arrecife /Lanzarote


Nach 6 Tagen Mohammedia laufen wir aus. Die Fahrt nach Arrecife gestaltet sich als echte Herausforderung. Wir geraten in ein Tief, dass uns Wind in Böen bis zu 39 Knoten und eine Welle von ca. 4m bringt. .Dieser Spuk geht fast einen Tag und beschert uns so einige Verluste. Zwei Dieselkanister gehen über Bord, die Halterung von der Großschot bricht, die Genua (Vorsegel) hat ein Loch, die Windanzeige fällt aus und eine Umlenkrolle reißt raus. Wir reparieren was geht notdürftig und kommen schließlich am 27.11.14 glücklich in Arrecife an.

Bis zu den Kanaren sind unsere Segelerlebnisse im Atlantik nicht gerade schön. Im Hafen angekommen erwartet uns Sabines Tochter Kim schon am Steg. Für eine Woche wollen wir mit ihr zusammen Lanzarote erkunden. Der Hafen ist recht neu und modern. Wir treffen hier einige Yachten wieder, die wir schon in La Linea kennen gelernt haben. 

Am Flughafen mieten wir uns ein Auto. Der 1. Tag führt in den Norden der Insel. Das Wetter ist wechselhaft mit vielen Wolken, heftigem Wind und ergiebigen Regenschauern. So mutet das aus schwarzem Lavagestein bestehende Lanzarote auf uns eher trist. Spektakulär sind jedoch die gewaltigen Wellen, die, noch immer vom Sturm genährt, auf die Westküste treffen und sich am Strand brechen oder mit ohrenbetäubendem Lärm gegen den Felsen schmettern - ein sehr beeindruckenden Schauspiel. Immer wieder empfinden wir dabei das glückliche Gefühl, Pamina im sicheren Hafen zu haben und in dieser Zeit nicht auf dem Atlantik sein zu müssen.

Strand von Lanzarote

Das architektonisch interessante Haus von Omar Sharif, welches er nur einen Tag besitzen durfte, nachdem er es im Glücksspiel wieder verloren hat, konnten wir besichtigen. Es wurde aufwendig im Einklang mit der Natur zum größten Teil in den Felsen gebaut. Dadurch entsteht ein vor allem im Sommer sehr angenehmes Mikroklima. Der Ausblick von den vielen Terrassen erstreckt sich über Lanzarote bis zum weit entlegenen Meer. 

Am 2. Tag war uns das Wetter besser gesonnen und wir sind Richtung Süden losgefahren. Im Schein der Sonne zeigte Lanzarote ihr anderes Bild. Die Landschaft veränderte sich in unserem Befinden und erschien freundlicher und bizarrer. Ziel unser Fahrt war ein Gebiet mit noch bestehenden leichten vulkanischen Tätigkeiten. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, ist das Befahren mit eigenen Pkw’s untersagt. Statt dessen stehen Reisebusse bereit, die den Besuchern in einer fast einstündigen Fahrt das schroffe Gelände präsentieren. Die Vielfalt der Farben und Formen der Gesteine sind in unseren Augen einzigartig und sicherlich sehenswert. Als kleine touristische Attraktionen konnte man bestaunen, wie über heißen Dämpfen Fleisch gegrillt wurde oder Wasserdampffontänen in die Luft schossen.

Lavalandschaft

Lavalandschaft

Lavalandschaft

Wasserdampffontäne

Nach der Besichtigung mehrerer kleiner Dörfer entlang der Küste hatten wir nun nach 2 Tagen fast alles gesehen.

Die meisten Langfahrtensegler glauben stets, nicht genügend Proviant an Bord zu haben und sind fortwährend bemüht, weitere Quellen günstiger Lebensmittel zu finden, um ihren Drang nach weiteren Einkäufen zu befriedigen. Wir stellen da keine Ausnahme dar und sind jedes Mal froh, einen Leihwagen zu besitzen, um mal wieder „ordentlich“ zu bunkern. Lazarote ist in dieser Beziehung ein Paradies und Pamina sinkt wieder etwas tiefer ins Wasser.

Da Warten auf günstiges Wetter hält uns noch etwas fest, bevor wir uns am 10.12.14 um 13:00 Uhr nach Las Palmas (Gran Canaria) starten.