Von der Strasse von Messina aus geht es nun endlich in
Richtung Westen, zunächst zu den Liparische Inseln. In einer von Yachten überfüllten Bucht vor
der Insel Vulcano haben wir für 2 Tage geankert, um den noch heute schwach aktiven
Vulkan "Gran Cratere" und seine Umgebung zu erkunden. Überall liegt ein
permanenter Schwefelgeruch in der Luft. Es dampft ständig aus dem Vulkankrater
und dem davor liegenden Meeresboden. Bewaffnet mit Taucherbrille und Schnorchel
haben wir diese heissen Quellen erkundet. Es mutete an, als befänden wir uns in
einem Wirlpool. Früh am Morgen sind wir aufgebrochen, um den fast 400m hohen
Krater zu besteigen. Für den trotz der Morgenstunden schweißtreibenden Aufstieg
sind wir mit einem atemberaubenden Blick über die Inseln und in den dampfenden
Krater belohnt worden. Aus vielen Erdspalten steigen ständig heiße Schwefelgase
hoch, die die unmittelbare Umgebung mit einer gelben Schwefelschicht
überziehen.
Bei einem kleinen abendlichen Bummel durch den gemütlichen
„Ortskern“, stießen wir auf das Abbild des Eolis, dem Herrn der Winde, der in
Stein gemeißelt sehr eindrucksvoll die allgegenwärtige Kraft des Windes
darstellt.
Am 06.08.14 haben wir sowohl Vulcano, als auch die einen
ständig begleitenden Schwefelgerüche hinter uns gelassen und uns auf den Weg
zur Insel Stromboli gemacht. Nach 7 Stunden Segelvergnügen haben wir das Glück
gehabt, daß der Wind aus der richtigen Richtung kam und wir mit Blick auf den
Vulkan Stromboli und das kleine Dorf Ficogrande am offenen Strand sicher ankern
konnten.
Stromboli hat uns mit einem lauten Knall und einer dicken
Aschewolke, die glücklicherweise nicht in unsere Richtung getrieben wurde, begrüßt.
Viele Segler haben sich hier versammelt, um die Aktivitäten des Vulkans zu
bestaunen. Nach einem Rundgang durch das Dorf sind wir, wie viele andere, bei
Dunkelheit aufgebrochen, um auf die andere Seite der Insel zu segeln. Dort sind
die alle ca. 17 min. wiederkehrenden Eruptionen und der Lavastrom, der vom
Kraterrand bis ins Meer hinein reicht, zu sehen. In sicherer Entfernung haben
wir fasziniert lange Zeit dort verbracht, bis wir anschließend wieder zu
unseren Ankerplatz zurückgekehrt sind. Nach einer ruhigen Nacht staunten wir am
nächsten Morgen, weil Pamina mit einer dichten Aschendecke überzogen war. Nach
ausgiebigen Reinigungsarbeiten führte unsere weitere Reise zur Insel Lipari.
Auf dem Weg dorthin sind wir abermals an der Ausbruchsstelle vorbeigesegelt.
Die Aktivitäten des Stromboli waren zu diesem Zeitpunkt wesentlich heftiger als
am Vorabend. Mehrere Lavaströme versanken zischend und dampfend im Meer. Über
dem Vulkan hat sich eine mächtige und dunkle Asche- und Rauchwolke gebildet,
die eindrucksvoll dessen „Lebendigkeit“ und Kraft wieder gespiegelt hat.
In Lipari haben wir 2 Tage verbracht. Mit einem sehr schönen
Blick auf den gleichnamigen Hauptort konnten wir unseren Ankerplatz wählen.
Trotz der vielen Touristen hat sich Lipari seinen Charme und Gemütlichkeit
bewahrt.
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| Gran Cratere auf der Insel Vulcano |
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| Eolis - Herr der Winde |
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| Aktivitäten von Stromboli |
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Blick von unserem Ankerplatz auf die Stadt Lipari
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