Nach 3 Tagen in Gozo sind wir am 20.07.14 um 06:45 Uhr in Richtung Sizilien aufgebrochen. Noch immer mit viel Tunfisch im Gepäck war es weiterhin schwierig, einen abwechslungsreichen Speiseplan auf zu stellen, damit wir nicht doch noch des Fisches überdrüssig werden. In den letzten Tagen gab es Tunfisch roh, gegrillt, als Gulasch verarbeitet und nun standen Fischfrikadellen auf dem Plan. Bis auf ein kleines Stückchen haben wir damit den Tunfisch verarbeiten können. Hilfreich für die lange Aufbewahrungszeit war dabei unsere kleine Kühl-/Gefrierbox. Da diese aber reichlich Strom verbraucht, waren wir froh, diese nun wieder abstellen zu können.
Um 18:30 Uhr sind wir an der Süd-Ost Spitze von Sizilien angekommen. In den vergangenen Törns haben wir unseren Anker in Porto Palo fallen gelassen. Es handelt sich hierbei um einen sehr großen Fischereihafen, in dem man problemlos und sicher ankern kann. Der Nachteil ist jedoch der allgegenwärtige Dreck, der um einen herum treibt. Das Wasser ist trüb und lädt nicht zum Schwimmen ein. Aufgrund des ruhigen Wetters hatten wir jedoch die Möglichkeit, etwas weiter in einer Bucht zu übernachten. Am nächsten Morgen starteten wir um 11:25 Uhr, um dann um 18:30 Uhr die große und gegen alle Winde geschützte Bucht von Syrakus zu erreichen. Hier zu ankern ist phantastisch. Man liegt vor Ortigia, der Altstadt von Syrakus, die sich über eine Halbinsel erstreckt. Abends beleuchtet, kann man seine Blicke kaum von ihr lassen. Die starke Präsenz der Gardia Costeria und des Zolls machen es einem einfach, das Boot auch über einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt zu lassen. So hat man die Möglichkeit, unbeschwert durch die Gassen von Syrakus zu schlendern. Viele rustikale und gemütliche Restaurants locken einen mit ihrem köstlichen Essen. Täglich findet nahe der Altstadt ein Markt statt, auf dem die Vielfalt der sizilienschen „Leckereien“ angeboten wird. Da wir schon in der Vergangenheit vom sizilianischen Wein beeindruckt waren, haben wir unseren Vorrat um 45 Liter aufgestockt. Dies sollte doch für einige Zeit reichen.Die Besichtung des archäologischen Parks in Syrakus ist sehr zu empfehlen. Wir haben dies nun ein 2. Mal unternommen. Vom Teatro Greco, einem griechischen Amphitheater, das noch heute für Aufführungen genutzt wird, hat man einen weiten Blick über Syrakus und die Bucht. Neben der Grabesstätte von Archimedes, ist das Ohr des Dionysios ein weiteres Highlight. Durch Abbau von Gestein wurde in einem Berg ein 23 Meter hoher und 65 Meter langer Hohlraum geschaffen, der der Form des Gehörganges unseres menschlichen Ohres stark ähnelt. Von der Qualität der dort herrschenden Akustik konnten wir durch eine Besucherin überzeugt werden, die für kurze Zeit den Raum durch eine Gesangseinlage erfüllt hat.
Glücklich waren wir, als wir einen Waschsalon ausfindig gemacht haben. So kamen wir wieder in den Genuss wohlriechender Kleidung, Handtücher und Bettwäsche.
Eine Woche haben wir in Syrakus verbracht, ohne dass uns die Zeit zu lange geworden wäre. Doch nun reizte uns auch der weitere Weg entlang der Ostküste von Sizilien. Diese ist für uns beide neu.
| Syrakus mit Hafen |
| Altstadt von Syrakus |
| Hafeneinfahrt von Syrakus |